Während Automobilhersteller immer noch über 90 Millionen Fahrzeuge pro Jahr produzieren – was rund 3 % des globalen Bruttoinlandsprodukts entspricht –, befindet sich die Automobilindustrie in ihrer größten Transformation seit der Einführung des Fließbands. Traditionelle OEMs treiben mit Hochdruck die Elektrifizierung ihrer Flotten voran, während völlig neue Akteure, insbesondere aus China, das globale Mobilitätsökosystem grundlegend umgestalten. Als wichtiger Abnehmer von Branchen wie Stahl, Elektronik und Chemie reicht der wirtschaftliche Einfluss der Automobilindustrie weit über die reine Fahrzeugproduktion hinaus. Gleichzeitig zählt der Verkehrssektor – eng mit der Automobilbranche verbunden – zu den größten Verursachern globaler CO₂-Emissionen. Der Wandel hin zu Elektrofahrzeugen (EVs), alternativen Antriebssystemen und neuen Mobilitätskonzepten ist daher ein entscheidender Schritt hin zu einer emissionsärmeren und nachhaltigeren Mobilität.
Das Branchenumfeld hat sich weit über traditionelle OEM- und Zuliefermodelle hinaus zu einem vielfältigeren Ökosystem entwickelt, das spezialisierte EV-Batterielieferanten, Automobilsoftware-Entwickler und Mobilitätsdienstleister umfasst. Das Konzept der „Neuen Mobilität“ – mit seinen vernetzten, autonomen, geteilten und elektrischen Mobilitätsformen (Connected, Autonomous, Shared, Electric = CASE) – birgt das Potenzial für massive Effizienzsteigerungen, geringere Emissionen und neue Nutzungs- und Besitzmodelle.
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